Spektakulär feierte Microsoft in Los Angeles kurz vor Beginn der Electronic Entertainment Expo die Weltpremiere der Gestensteuerung für Xbox 360. Vor Fachpresse, Industrievertretern und Prominenz enthüllte der Konzern den endgültigen Markennamen für die innovative Steuerung, die bislang unter dem Arbeitstitel "Project Natal" bekannt war: Ab sofort hört das Produkt auf den Namen Kinect für Xbox 360. Wohl nicht von ungefähr erinnert der Namen an die beiden Handymodelle KIN One und KIN Two, die Microsoft im April enthüllte. Für die Präsentation von Kinetic für Xbox 360 engagierte der Konzern die Akrobaten des Cirque de Soleil, die dem Anlass angenmessen für bestes Entertainment sorgten. Mit harten Informationen zu Kinetic für Xbox 360 hielt sich Microsoft aber noch zurück. Zwar wurden erste Spiele genannt - darunter die Minispielsammlungen "Kinect Adventures" und "Kinect Sports" sowie die Haustier-Simulation "Kinectimals" - zu Preisen und Erscheinungsdaten gab es jedoch noch keine neuen Informationen. Dafür wurden weitere Kinect-Partner benannt. Disney Interactive Studios wird demnach ebenso Spiele für Kinect für Xbox 360 liefern wie LucasArts, die ein Kinetic-Spiel aus dem "Star Wars"-Universum ankündigten.
Sonys Computer Entertainment (SCE) wird die Bewegungssteuerung für PlayStation 3 später als bislang gedacht auf den Markt bringen. SCE-CEO Kaz Hirai bestätigte in Tokio die Verschiebung auf den Herbst 2010. Ursprünglich sollte das Gerät im Frühling diesen Jahres erscheinen. Mit der Verschiebung läuft es im diesjährigen Weihnachtsgeschäft auf ein spannendes Duell zwischen Microsoft, die ihre Project Natal getaufte Bewegungssteuerung rechtzeitig zum Saisongeschäft in die Läden bringen wollen, und Sony hinaus. Es ist anzunehmen, dass der Verkaufserfolg der beiden Systeme als Weichenstellung für die weitere Entwicklung der jeweiligen Konsole gedeutet werden wird.
Hirai begründete den verspäteten Start mit den Arbeiten an einem umfassenden Softwareangebot für das neue System. Wir haben uns für einen Launch im Herbst entschieden, weil wir dann in der Lage sein werden, ein attraktives und innovatives Games-Portfolio für die Bewegungssteuerung anzubieten
, sagte Hirai. Der Konsument werde dabei nicht nur aus Eigenproduktionen Sonys wählen, sondern auch auf eine Vielzahl von Third-Party-Produkten zurückgreifen können. (Quelle: Gamesmarkt)
Microsoft kann sich bei seinem ambitionierten Projekt Natal der Unterstützung einer breiten Front von Third-Party-Herstellern sicher sein. Anlässlich der Tokyo Game Show nannte der Konzern Namen erster Partner, die für Projekt Natal entwickeln. Genannt wurden bislang folgende Studios: