Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat im März nachfolgende Titel indiziert:
Im September 2009 wurden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien nachfolgende Medien indiziert:
Die BPjM - Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat im Mai acht Spiele indiziert. Vier davon stehen ab sofort auf der Liste B mit strafrechtlichem Verbreitungsverbot:
Auf Liste A stehen ab sofort die
Der Deutsche Kulturrat hat die Verbotsforderung für gewalthaltige Computerspiele der Innenministerkonferenz stark kritisiert und vor einem "wahltaktischen Schnellschuss" gewarnt. Mit einer solchen Maßnahme werde elementar die Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit berührt. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates Olaf Zimmermann sagte: "Bei den jüngsten Vorschlägen der Innenministerkonferenz muss man den Eindruck gewinnen, dass es nicht um Jugendschutz, sondern schlicht um Wahlkampf geht. Der Jugendschutz und die Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit sind viel zu wichtig, um sie den wahlkämpfenden Innenministern von Bund und Länder zu überlassen." Mit dem Vorschlag sei erneut in die "Mottenkiste der Verbotsforderungen" gegriffen worden, während man gleichzeitig verschweige, dass das Jugendschutzrecht erst im vergangenen Jahr umfassend novelliert worden war. (via Gamesmarkt)
Turtle Entertainment hat das für den 5. Juni in Karlsruhe angesetzte E-Sport-Turnier abgesagt. Der Veranstalter wolle sich nicht im Kommunalwahlkampf instrumentalisieren lassen, begründete das Unternehmen die Absage. "Mit viel Engagement haben wir den Dialog mit der Karlsruher Politik gesucht und Gespräche geführt. Jeder konstruktiven Diskussion über den Umgang mit Computerspielen und neuen Medien wird allerdings die Grundlage entzogen, wenn von demokratischen Parteien öffentlich die Kündigung rechtsgültiger Verträge angeregt wird. In einem abschließenden Gespräch haben wir uns deshalb gestern mit Oberbürgermeister Heinz Fenrich darauf verständigt, von unserem Vertragsrecht Abstand zu nehmen und die Veranstaltung abzusagen. "In der technologiefreundlichen Stadt Karlsruhe, in welcher auch das Bundesverfassungsgericht seinen Sitz hat, hätten wir einen solchen Umgang nicht erwartet", sagt Turtle-Geschäftsführer Ralf Reichert.
Die CDU Karlsruhe stellt sich offen gegen ihren Bürgermeister Heinz Fenrich (CDU). Fenrich hatte sich Mitte Mai gegen die Absage eines E-Sport-Turniers von Veranstalter Turtle Entertainment ausgesprochen. "Wer solche Spiele für Jugend gefährdend hält - und dafür gibt es sicherlich ernst zu nehmende Gründe -, der muss entsprechende rechtliche Grundlagen schaffen und kann nicht von den Kommunen verlangen, juristisch für unbedenklich erklärte Spiele und deren Spieler willkürlich in die Illegalität zu verdrängen", sagte Fenrich seinerzeit und genehmigte das Turnier (wir berichteten: 2009/05/18/esl-turnier-in-karlsruhe-stadt-mit-informationsoffensive), nachdem gleichartige Turnier zuvor in Stuttgart und Nürnberg untersagt wurden.