Das Label ESL approved kennzeichnet seit kurzem speziell für den E-Sport geeignete Gaming-Zubehörprodukte im Sortiment der Saturn-Filiale am Kölner Hansaring. Möglich macht dies eine Kooperation der Electronic Sports League (ESL) mit dem lokalen Saturn-Markt. Präsentiert werden die Produkte der verschiedenen Sponsoring-Partner in einem eigenen ESL-Regal. Der ambitionierte Gamer findet Tastaturen, Mäuse, Headsets und mehr, die sich im E-Sport-Einsatz bewährt haben.
Die Marke 'ESL' ist für Gamer in ganz Europa ein echtes Gütesiegel. Unsere Point of Sale-Kooperation mit Turtle Entertainment ist also naheliegend. Denn wer als ambitionierter Computerspieler auf der Suche nach guter Ausrüstung ist, wird bei Saturn jetzt noch schneller fündig. So kombinieren wir die bekannteste eSport-Marke mit erstklassigen Gamingprodukten in einem der größten Elektronikmärkte Deutschlands
, sagt Wolfgang Paul, Geschäftsführer Saturn am Hansaring.
Das Unternehmen alugraphics ist offizieller Ausrüster der 15. Pro Season der Electronic Sports League (ESL). Mit den hochwertigen Mousepads aus Aluminium sollen beste Voraussetzungen für die ESL-Profispieler geschaffen werden. Ihren Anfang nahm die Kooperation auf der gamescom in Köln. Am ESL-Stand konnten sich die Messebesucher von den Fähigkeiten der neuartigen Pads überzeugen.
"E-Sportler stellen hohe Anforderungen an sich selbst, ihr Team und das Material, mit dem sie spielen. Mit alugraphics haben wir einen Partner gefunden, der mit seinen Produkten für optimale Spielbedingungen steht", erläutertTobias Heim, Director Sales bei ESL-Betreiber Turtle Entertainment.
Am Juni ging die 14. Saison der Electronic Sports League (ESL) zu Ende. Ligabetreiber Turtle Entertainment zieht eine ausgesprochen positive Bilanz. Die Zahl der registrierten Nutzer stieg so im Saisonverlauf um 200.000 auf mehr als 2,1 Mio. an. Über 9500 Zuschauer verfolgten zudem die Intel Friday Night Games live, die nationalen Finalspiele in Köln sahen sich 4750 Zuschauer an. Doch wurde Turtle Entertainment in den vergangenen Wochen auch mit den negativen Seiten des Geschäfts konfrontiert. Auslöser war die Bluttat von Winnenden und die darauf folgende Diskussion über möglicherweise schädliche Einflüsse gewalthaltiger Spiele auf Kinder und Jugendliche. Lokalpolitiker in Stuttgart, Nürnberg und Karlsruhe (siehe: http://skilled.me/2009/05/26/esl-termin-in-karlsruhe-doch-abgesagt) machten den E-Sport-Veranstalter zum Sündenbock der Debatte um Killerspiele und sagten einseitig und kurzfristig fest vereinbarte Termine ab.
Das Kölner Unternehmen Turtle Entertainment, unter anderem als Veranstalter der Electronic Sports League (ESL) bekannt, will die Gründung eines Interessenverbandes der Computer- und Videospieler in Deutschland auf den Weg bringen. Dies kündigte Turtle-Pressesprecher Ibrahim Mazari in einem Vortrag bei der 6., International eSports Conference in Köln an. "Die Gründung eines solchen Vereins ist für uns eines der vorrangigen Themen für 2009 und 2010", erklärte Mazari. Ausdrücklich solle der geplante Interessenverband nicht nur die Belange der eSportler vertreten, sondern die aller Gamer in Deutschland. "Die vielen Millionen Computer- und Videospieler in Deutschland sollen sich selbst organisieren", führte Mazari aus.
Turtle Entertainment hat das für den 5. Juni in Karlsruhe angesetzte E-Sport-Turnier abgesagt. Der Veranstalter wolle sich nicht im Kommunalwahlkampf instrumentalisieren lassen, begründete das Unternehmen die Absage. "Mit viel Engagement haben wir den Dialog mit der Karlsruher Politik gesucht und Gespräche geführt. Jeder konstruktiven Diskussion über den Umgang mit Computerspielen und neuen Medien wird allerdings die Grundlage entzogen, wenn von demokratischen Parteien öffentlich die Kündigung rechtsgültiger Verträge angeregt wird. In einem abschließenden Gespräch haben wir uns deshalb gestern mit Oberbürgermeister Heinz Fenrich darauf verständigt, von unserem Vertragsrecht Abstand zu nehmen und die Veranstaltung abzusagen. "In der technologiefreundlichen Stadt Karlsruhe, in welcher auch das Bundesverfassungsgericht seinen Sitz hat, hätten wir einen solchen Umgang nicht erwartet", sagt Turtle-Geschäftsführer Ralf Reichert.
Die CDU Karlsruhe stellt sich offen gegen ihren Bürgermeister Heinz Fenrich (CDU). Fenrich hatte sich Mitte Mai gegen die Absage eines E-Sport-Turniers von Veranstalter Turtle Entertainment ausgesprochen. "Wer solche Spiele für Jugend gefährdend hält - und dafür gibt es sicherlich ernst zu nehmende Gründe -, der muss entsprechende rechtliche Grundlagen schaffen und kann nicht von den Kommunen verlangen, juristisch für unbedenklich erklärte Spiele und deren Spieler willkürlich in die Illegalität zu verdrängen", sagte Fenrich seinerzeit und genehmigte das Turnier (wir berichteten: 2009/05/18/esl-turnier-in-karlsruhe-stadt-mit-informationsoffensive), nachdem gleichartige Turnier zuvor in Stuttgart und Nürnberg untersagt wurden.
Mit Start der kommenden Saison in der Basketball Bundesliga (BBL) im Oktober diesen Jahres wird das Ligageschehen auch virtuell stattfinden. Eine Kooperation zwischen der BBL und dem Betreiber der ESL, Turtle Entertainment verbindet realen und virtuellen Sport. Bindeglied der zwei Basketballwelten ist die ESL Sports. In der vor Jahresfrist geschaffenen E-Sport-Liga werden parallel zum realen Ligabetrieb die besten Computerspieler mittels einer Basketballsimulation wetteifern. Geplant sind zudem Showmatches zwischen ESL-Spielern und Basketballprofis.
Nach den Absagen aus Stuttgart und Nürnberg zeigt die Stadt Karlsruhe, dass es auch anders geht. Die in letzter Zeit wieder aufgeflammte Kritik an gewalthaltigen Spielen nimmt sich Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) zum Anlass, um im Vorfeld der Intel Friday Night Games in der kommunalen Schwarzwaldhalle gemeinsam mit Veranstalter Turtle Entertainment und der Bundeszentrale für politische Bildung eine Informationsoffensive zur Aufklärung der Öffentlichkeit zu starten. Ein sicherlich sehr guter Schritt für den eSport.
"Was wir brauchen sind rechtlich abgesicherte Rahmenbedingungen und fundierte Informationen über die möglichen Auswirkungen von Computerspielen, in denen andere im virtuellen Raum getötet werden. Deshalb wird es auf meine Veranlassung hin - auf Basis der einhelligen Unterstützung aller Fraktionen im Hauptausschuss - eine lokale Informationsoffensive zunächst für Medien und politische Entscheidungsträger geben. Außerdem soll die Schwarzwaldhalle während der ESL am 5. Juni zur Anlaufstelle für interessierte Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer werden, wenn Gesprächspartner der Bundeszentrale für politische Bildung und von Elterninitiativen für Fragen zur Verfügung stehen und Anregungen für medienpädagogische Unterrichtseinheiten geben können", so Fenrich.
Öffentlichkeitswirksame Schnellschüsse sind nicht nach dem Geschmack des Oberbürgermeister. Denn: "Wer solche Spiele für Jugend gefährdend hält - und dafür gibt es sicherlich ernst zu nehmende Gründe -, der muss entsprechende rechtliche Grundlagen schaffen und kann nicht von den Kommunen verlangen, juristisch für unbedenklich erklärte Spiele und deren Spieler willkürlich in die Illegalität zu verdrängen." Fenrich sieht es nicht als städtische Aufgabe an, Veranstaltern vorzuschreiben, welche Spiele gespielt werden dürften und welche nicht.
Das für den 29. Mai in Nürnberg geplante E-Sport-Turnier Intel Friday Night Game wird nicht stattfinden. Wie zuvor Stuttgart hat Nürnberg die Durchführung in der städtischen Meistersingerhalle untersagt. Peter Frühwirth, Geschäftsführer der Meistersingerhalle, bestätigte gegenüber GamesMarkt, dass die Stadt als Halleneigentümer vom Vertrag mit Ausrichter Turtle Entertainment zurückgetreten ist.
Als Begründung für die kurzfristige Absage wird wie schon im Fall Stuttgart auf die Bluttat von Winnenden verwiesen. Im Dialog mit der Stadt wollte Turtle Entertainment die Absage noch verhindern, teilte das Unternehmen mit. Für Unternehmen und Fans zum Glück konnte kurzfristig eine Ausweichlocation organisiert werden. Das Turnier wird so am 29. Mai an einem anderen Ort durchgeführt werden.
Am 20. März 2009 gab Europas größte Liga für Computerspiele in München den Startschuss für die vierzehnte Saison der eSport-Bundesliga, der ESL Pro Series. Sie ist mit 130.000 Euro Deutschlands höchst dotierte Liga für professionelles Computerspielen. Am 3. April gastiert die ESL Pro Series mit dem dritten Intel Friday Night Game der Saison im Berliner Postbahnhof.
Im Vorfeld des Intel Friday Night Games veranstaltet Turtle Entertainment eine Eltern-LAN. Interessierte Eltern haben die Möglichkeit aktuelle eSport-Titel zu spielen und mit Experten über den häuslichen Medienkonsum zu diskutieren. Weitere Infos gibt es unter: www.eltern-lan.info